Hintergrund: Noch nie kam der rote Planet
in den letzten Jahrhunderten so nahe an die Erdeheran wie in der Nacht zum
28. September.
Roter
Planet am Nachthimmel gut sichtbar
Gegen 23.00 Uhr steht Mars am Mittwoch auch für ungeübte
Himmelsbeobachter gut sichtbar tief im Südosten im Sternbild Wassermann.
Bis zum Morgen wandert der Rote Planet dann über den Südhimmel
nach Westen.
Bild: APA
So kann ich den Mars mit bloßem
Auge sehen
Um 2.37 Uhr erreicht der Planet genau im Süden seinen höchsten
Punkt.
Schon mit bloßem Auge sieht jeder die typische rötliche Färbung.
Mit einem einfachen Teleskop (100fache Vergrößerung) erkennen
Sie die grandiosen Landschaften: die glitzernde Südpolkappe, die strichgeraden
Furchen („Marskanäle“) und den höchsten Berg unseres Sonnensystems,
den „Olympus Mons“ – 27 Kilometer hoch (dreimal Mt. Everest). Trost, falls
der Himmel über Ihnen bewölkt ist: Der Planet bleibt bis in den
Oktober der Erde nah. Tipp: Viele Sternwarten bieten heute kostenlos Mars-Gucken
an.
Wann besiedeln Menschen den Mars?
Geträumt! US-Marsonauten sehen am Horizont des Roten Planeten die Sonne
aufgehen (Zeichnung NASA)
55,76 Millionen Kilometer trennen heute 11.51 Uhr, die Erde vom Mars. Die
astronomische „Tuchfühlung“ geht über die ganze Nacht.
Astronomen haben mit Mega-Computern ganz präzise errechnet: Zuletzt
war die Erde am 12. September 57 617 v. Chr. dem Roten Planeten so nah, wie
er uns nun kommt.
Gab es je Leben auf ihm?
Neue Fotos der Weltraumsonde „Global Surveyor“ zeigen riesige, miteinander
verbundene Schluchten. „Wie von Wasser geformte Canyons“, sagen NASA-Experten.
Und: Wo Wasser, ist auch Leben möglich.
Der Mars kriegt Großbesuch: Etliche Sonden (u. a. Europas „Mars-Express“)
nutzen die Nähe, sind auf dem Weg.
Wird der Mars je besiedelt?
Möglich – aber es fehlt Sauerstoff (ginge also nur unter riesigen Kuppeln).
Bemannte Flüge sind in ca. 40 Jahren möglich. Für ihre mechanischen
Mars-Roboter legte die NASA bereits zwei Landeplätze fest.
Der Mars ist wichtig für
die neue Liebe
Kein Gott in Form eines Himmelkörpers hat unsere Phantasie so
beschäftigt wie der Mars. Vor 2000 Jahren zahlten unsere Vorfahren mit
Münzen, die Mars in vollem Wichs zeigen: Helm, Panzer, Lanze.
Deutsche Wirtschaftsbosse gründen nach dem Krieg einen Geheimbund „Mars
und Merkur“ – aus dem verlorenen Krieg (Mars) sollte ein friedliches Deutschland
erstehen (Merkur als Gott von Geld und Handel).
Die größten Künstler aber malten Mars mit der Liebesgöttin
Venus. Er eroberte die pralle Schöne immer wieder – auch wenn mal seine
Rüstung klemmte.
Die Planetenkonstellation Mars-Venus ist heute für neue Lieben wichtig!
Der Astrologe Martin Schulte-Ebbert, Düsseldorf: „Mars steht für
das Männliche, Venus für das Weibliche. Durch die Konstellation
wird die aufbrausende kämpferische Wirkung des roten Planeten etwas
abgeschwächt.“
Der Mars jagt Lustwellen durchs
All
Werden wir mehr Sex haben? Sanftes Streicheln? Wildes Begehren?
Der Astrologe Manfred Gregor, Bremen, erklärt: „Der Mars ist ein Aggressionsplanet.
Er macht uns aber auch tatkräftiger, gibt uns Energie und erregt uns
sexuell. Je näher er uns ist, desto wilder, leidenschaftlicher und ungestümer
werden wir.“
Schießen Lustwellen aus dem All?
Gregor: „Ja. Der Mars gibt Sexualkraft. Bis weit in den September hinein
wird geflirtet und gebaggert. Besonders große Liebeslust kann man jetzt
bei den Fischen, Zwillingen, Jungfrauen und Schützen beobachten.“
Homan.at wünscht allen Hobbyastrologen viel Vergnügen beim Mars
beobachten!
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