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A
Anstechen oder anzapfen:
Um Punkt 12 Uhr am ersten Wiesn-Samstag (21.9. dieses Jahr) wird vom Münchner
Oberbürgermeister das erste Fass im Schottenhammel-Zelt angezapft. Je
weniger Schläge benötigt werden, desto wahrscheinlicher ist die
Wiederwahl.
Ausnüchterungszelt:
Wer zu betrunken ist, um noch selber heil nach Hause zu kommen, wird von Sanitätern
oder Polizisten in ein Ausnüchterungszelt gebracht. Dort kann er die
Nacht verbringen und seinen Rausch ausschlafen. Schlafen sollte man da aber
nicht, da sehr viele Betrunkene dazu neigen sich zu übergeben
B
Brezn: Das salzige
bayerische Nationalgebäck gibt es zum Bier und wird in allen Zelten von
feschen Dirndln verkauft. Die Kellnerinnen verkaufen keine Brezn. Achtung
es heißt: Brezn. P am Anfang, L am Ende oder ein kurzes e enttarnen
den Touristen.
Bier (Gerstensaft):
Das Bier auf der Wiesn ist sehr wohl bekömmlich und hat etwa 13,5 Prozent
Stammwürze und 6 Prozent Alkohol.
Busserl: Küsschen
C
Charivari: Schmuck
an der Taschenuhrkette! Das wahre Statussymbol! Hier gilt: weniger ist weniger.
D
Dirndl: Die traditionelle
Tracht der bayerischen Mädels heißt Dirndl. Einige Dirndl lassen
dabei ein besonders schönes und volles Dekolletee erkennen, das gerade
für Männer oft sehr herzerwärmend ist.
Dirigieren: Wer
das nötige Kleingeld mitbringt, darf auch mal die Kapelle im Bierzelt
dirigieren. Ansonsten übernimmt das der Kapellmeister.
E
Erste Maß der Wiesn:
traditionell für den Landesvater, den bayerischen Ministerpräsidenten.
F
Fahrgeschäfte:
Ein großer Teil der Wiesn besteht aus Fahrgeschäften, wie Fünfer-Looping,
Achterbahn, Wilde Maus und Auto-Scooter. Jeder sollte in wenigstens einem
gefahren sein, denn neben dem Bier gehört ein Schwindel aus den rasanten
Fahrgeschäften zu den Hauptattraktionen des Oktoberfestes.
G
Gutscheine:
Besonders praktisch! In den Zelten kann man Bier und Hendl auch damit bezahlen.
Die Gutscheine bekommen Sie aber nur, wenn Sie es schaffen, einen Tisch zu
reservieren oder wenn Sie die Scheine direkt beim Zeltwirten kaufen.
„Geht's hoit amoi weida da!!“:
übersetzt: „Nun aber mal weiter da vorne!!“ Typischer Ausruf auf dem
Weg zur U-Bahn.
H
Hendl: Am besten
schmeckt zum Bier ein frisch gebratenes Hendl. Rund 8-9 Euro kostet ein solches
Schmankerl in den Zelten.
Haferlschuah:
Pflichtschuhwerk zur Lederhose.
I
„I wui wieda hoam“:
Wiesn-Evergreen, der an keinem Abend und in keinem Bierzelt fehlen darf.
Inkontinenz:
Bedauerliche Folge übermäßigen Bierkonsums.
„I bin ned bsuffa“:
übersetzt: „Ich bin nicht betrunken.“ Typischer Ausdruck falscher bayrischer
Selbsteinschätzung.
„Itzat schleich Di Du Zzipfi!“
übersetzt: „Jetzt lass mich in Ruhe du Nervensäge!“
J
Japaner: Für
alle Japaner ist ein Wiesnbesuch das europäische Highlight. Deswegen
sieht man nirgendwo in Deutschland so viele Japaner auf einem Haufen.
Jedentag: Höchste
Ehre für Wiesnhelden, der keinen Tag auf der Wiesn ausgelassen hat.
K
Kellnerin (Zenzi):
Die Helden des Wiesn-Alltags stemmen die Massen kiloweise und legen unglaubliche
Strecken zurück!
L
Lederhosen: Traditionelle
Tracht der bayerischen Männer. Besonders beliebt, weil man bei den meisten
mit nur zwei Knöpfen das Hosentürl geöffnet hat und so besonders
schnell Wasser lassen kann.
Leber: Während
der Wiesn besonders strapaziertes Organ, da dort der Alkohol abgebaut wird.
M
Maß: Wenn
du "A Maß" oder "oa Maß" bestellst, bekommst du ein Liter Bier
in einem Maßkrug. Wenn du der oder das Maß sagst, hast du dich
als Tourist geoutet!
Möchtegerntrachtler:
Die allergrößte Todsünde! Wo Tracht drauf steht, muss auch
Tracht drin sein!
N
Nachschenken lassen:
Der Schaum darf erst über dem Henkel anfangen! Ist's zu viel Schaum,
muss nachgeschenkt werden!
O
O zapft is: "O
zapft is" ruft der Münchner Oberbürgermeister, wenn er das erste
Fass angezapft hat. Vorher darf kein Bier ausgeschenkt werden.
O'batzda: Bayrischer
Frischkäse, besonders lecker mit Salzstangen oder Brezn.
P
Pissoirs („Häusl“):
Ganz wichtig für Damen und Herren – die Toiletten. Männer kommen
umsonst weg und haben es natürlich auch leichter sich zu entledigen.
Frauen müssen dagegen oft lange warten, außerdem kostet der Gang
aufs "Häusl" in den meisten Zelten für Damen etwas.
Prosit: Ein Prosit
wünscht man sich, seinen Tischnachbarn und dem ganzen Zelt, auf das einem
das Bier wohl bekomme. Singen Sie auch immer schön mit bei dem Wiesn-Evergreen
"Ein Prosit, ein Prosit der Gemütlichkeit".
Q
Quengelnde Kinder:
Der Abtörner für jeden Vater! Daher: Kinder nur an den speziellen
Kindertagen mitbringen! So kommen alle auf Ihre Kosten.
R
Reservierung:
Für den Normalbürger unmögliches Unterfangen, um sich in den
Zelten vor Wiesn-Beginn bereits Tische zu reservieren. Die Tische sind auf
Monate im Voraus ausgebucht und werden von den Wirten nur an sehr gut zahlende
Gäste oder Freunde abgegeben.
S
Schichtl: Einer
der ältesten Schausteller auf dem Oktoberfest, bei dem per Zaubertrick
Menschen geköpft und Körper gespalten werden.
Schicki-Micki:
Promis und Möchtegern-Promis, die sich in den Nobelboxen der Edelzelte
rumtreiben und Champagner der Maß vorziehen.
T
Theresienwiese:
Wiese vor der Bavaria, auf der das Oktoberfest in diesem Jahr bereits zum
169. Mal stattfindet. Benannt wurde die Wiese nach der Frau Königs Ludwigs
I., Therese. Als Volksfest zu ihrer Hochzeit ist die Wiesn entstanden.
Tracht: Die bayerischen
Buam und Madln tragen zur Wiesn traditionell Tracht. Auch immer mehr „Zugroaste“
meinen zur Wiesn Tracht tragen zu müssen. Die sind angesichts sichtlichen
Unwohlfühlens in den neuen Klamotten und falscher Kleiderkombination
allerdings schnell auszumachen. (siehe auch Möchtegerntrachtler)
U
U-Bahn: Bestes
Transportmittel hin und weg von der Wiesn. Parkplätze stehen nicht zur
Verfügung und bei der U-Bahn werden Hunderte Extrazüge eingesetzt.
Überfüllung:
„Wegen Überfüllung geschlossen“ steht am Wochenende ab ca. 13 Uhr
an fast jedem Zelt. Auch unter der Woche kann es leicht mal passieren, dass
ab 16 oder 17 Uhr die Zelte wegen zu großem Andrang geschlossen werden.
Übergeben:
Beliebter Volkssport von Betrunkenen nach der Wiesn, die meist zu viel getrunken
haben. Achtung! Wer sich ins Taxi übergibt, kommt nicht unter 200 Euro
weg.
V
Vollrausch: Je
nach Körper-Konsistenz und Alkohol-Training stellt sich ein Vollrausch
zwischen 2 und 15 Maß ein.
Veilchen: Wer
herumpöbelt oder angepöbelt wird und nicht vorsichtig ist, kann
schnell mal ein Veilchen bekommen. Besonders gefährlich sind Burschenschaftler
...
W
Wildpiesler:
Mädels und Jungs, die sich nicht in den dafür vorgesehenen "Häusln"
oder "Pissoirs" entledigen, sondern sonst auf dem Gelände der Wiesn,
werden gemeinhin als Wildpiesler bezeichnet. Achtung! In den letzten Jahren
wurde wegen dramatischem Anstieg bei den Wildpieslern ein empfindliches
Bußgeld erhoben.
X
Xuffa: Korrekte
Aussprache des Wies'n Ur-Schlachtrufes „1-2-3 G'suffa“
Y
„Yours???“: bedeutet:
Betrunkener Amerikaner sucht sein Bier.
Z
Zelte: Gaststätten
der Wiesnwirte in denen gefeiert, getrunken, gegessen und getanzt wird.
Zipfiklatscher:
Bayrisches Schimpfwort
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