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 Woher kommen gewisse Sprichwörter? Hast Du gewusst, dass...?
   
 

 
Haare auf den Zähnen
"Die Frau hat Haare auf den Zähnen." Jeder kennt diesen Spruch. Doch woher kommt er und was hat er mit Selbstbewußtsein zu tun? Dieser Spruch lehnt sich an die Körperbehaarung an: Was für ein Milchbubi – unbehaarte Männer gelten seit jeher als unmännlich. Starke Köperbehaarung wurde früher gleichgesetzt mit männlichen Tugenden wie Mut und Tapferkeit. Total männlich ist nur noch zu steigern, wenn der Mann dort Haare hätte, wo Menschen nie welche haben: auf den Zähnen. Heute verwenden wir "Haare auf den Zähnen" oft für Frauen, wenn sie sich besonders männlich benehmen, sich gut durchsetzen können.





Auf den Zahn fühlen
"Dem werde ich mal gründlich auf den Zahn fühlen". Jeder kennt die drohende Ankündigung, eine andere Person gründlich zu prüfen. Dieser Spruch lehnt sich an das Zahnarzthandwerk an. Früher ermittelte der Zahnarzt einen kranken Zahn, indem er jeden Zahn einzeln gründlich befühlte und abklopfte. Die zweite Erklärungsmöglichkeit ist: der Pferdezahnarzt ist gemeint. Der konnte das Alter und damit den Wert eines Arbeitspferdes an dessen Zähnen ablesen. Heute bezieht sich der Spruch im übertragenen Sinne auf die inneren Werte einer Person, auf ihren Charakter oder ihr Fachwissen.
 
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